Gebäude prägen ihre Umgebung. Je länger ein Haus steht, desto stärker ist sein Einfluss auf das Umfeld, desto mehr Geschichte und Geschichten hat es kumuliert. Ob uralte Zehntscheuer oder 150 Jahre altes Schulhaus: Es wird immer Menschen geben, für die mit diesen Gebäuden Geschichte oder ihre eigenen Erinnerungen verbunden sind.

Dies ist in eine Herausforderung. Unser Ziel muss es sein, einerseits den Charakter eines Gebäudes zu bewahren – und damit ein Stück persönliche Geschichte und Heimat –, andererseits unsere sozialen Ansprüche mit nachhaltigen Mitteln zu realisieren. Dies ist uns in den letzten Jahren immer wieder gelungen.

Die Gebäude finden sich oft in zentralen Lagen und gemischten Wohngebieten und bieten damit optimale Voraussetzungen, um mit buntem Leben gefüllt zu werden und gesellschaftlich benachteiligten Menschen ein liebens- und lebenswertes Wohnen, Leben und die Chance der Integration zu ermöglichen.

Bisher haben wir 53 Wohnungen, 6 Wohngruppen, 1 Wohnheim, 18 unterschiedlich genutzte Einheiten (sozial genutzte Räumlichkeiten, Büroräume sozialer Institutionen, Arztpraxis, Gastronomie, Laden, 3 Werkstätten) realisiert.

Und es sind weitere Projekte in Arbeit bzw. in Planung. (siehe „Aktuell„)

realisierte Projekte

2017 | Haus am Mühlbach
Umkirch

Die ehemalige Zigarrenfabrik in Umkirch in direkter Nähe zu einem Park wurde vollständig kernsaniert. Durch die Lage im Ortszentrum und beim Park ist das Gebäude als Einrichtung für ältere Menschen hervorragend geeignet. Es enthält Raum für Einrichtungen zum Wohnen und Leben wie eine Tagespflegeeinrichtung, eine Wohngemeinschaft für demenzkranke Menschen, soziale Wohngruppen und eine Sozialstation.

Dieses beispielhafte Konzept ist ideal für kleinere Kommunen, um älteren Menschen zu ermöglichen, im gewohnten dörflichen Umfeld zu verbleiben. Getragen wird das Projekt von der Gemeinde Umkirch, der Sozialstation Bötzingen, Caritas und ­Diakonie.

Wohngruppen, Wohnung, Sozialstation

2017 | Unterkünfte für geflüchtete Menschen
Titisee-Neustadt

In Neustadt wurde für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald eine Einrichtung zur Erstunterbringung von 60 geflüchteten Menschen gebaut. Im Unterschied zu Vergleichbarem kann dieses innovative Areal in Neustadt problemlos von Erst- zur Anschlussunterbringung umgewandelt werden, da die Räumlichkeiten bereits in Wohnungen gegliedert sind.

12 Wohnungen für
geflüchtete Menschen

2016 | Unterkünfte für geflüchtetet Menschen
Schallstadt-Wolfenweiler

Für die Gemeinde Schallstadt wurde ein bestehendes älteres Gebäude erworben, saniert und in zwei Wohnungen für die Anschlussunterbringung von geflüchtete Menschen aufgeteilt.

2 Wohnungen
für
geflüchtetet Menschen

2015 | Markgrafenstraße 13
Alte Schule, Freiburg-Haslach

Die „Alte Schule“ gehört zu den ältesten Gebäuden in Freiburg-Haslach. 1759 erbaut, war sie zum Abriss bestimmt.

Dagegen stemmten sich die Menschen im Viertel, denen der Erhalt dieses geschichtsträchtigen Hauses sehr am Herzen lag. Schließlich erreichten sie in Zusammenarbeit mit lokalen Gremien und der Stadtverwaltung den Erhalt des ­Gebäudes. Die „Alte Schule“ konnte denkmalgerecht saniert und zu drei Wohnungen sowie drei kleine Gewerbeeinheiten umgebaut werden.

Für eine ökonomisch und sozial tragfähige Sanierung, entstand an der Rückseite ein Neubau mit fünf barrierefreien und zwei rollstuhlgerechten Wohnungen mit je 45 – 75 m² Wohnfläche für ehemals wohnungslose Menschen. Die Wohnungen stehen alle unter Sozialbindung.

10 geförderte Wohnungen
3 Gewerbeflächen bzw. Büros

2014 | Maienstraße 2
Freiburg

Das im ­Jahr 1895/1896 ungewöhnliche Zweiflügelanlage erbaute Gebäude bildet mit der Christuskirche ein unter Denkmalschutz stehendes Ensemble, das sein Quartier prägt. Auch nach der Komplettrestaurierung besitzt und nutzt die Evangelische ­Kirchengemeinde das Erdgeschoss.

Ober- und Dachgeschoss wurden neu strukturiert und der wohnbau bogenständig eG in Erbpacht übertragen.

Das Obergeschoss nutzt der Arbeitskreis Behinderte an der Christuskirche (ABC). Der ABC ist eine inklusive Freizeit- und Bildungseinrichtung des Diakonischen Werks Freiburg für Menschen mit einer Beeinträchtigung. Hier treffen sich die unterschiedlichsten Menschen und erleben, dass Besonderheiten, die Menschen voneinander unterscheiden, sie nicht trennen müssen, sondern verbinden und bereichern! 4-5 private Besucherparkplätze, ein behindertengerechter Parkplatz direkt vor dem Haus und ein Aufzug auf der Hinterseite des Hauses erleichtern den Zugang.

Weitere Nutzer sind der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) des Diakonischen Werks Freiburg und die evangelische Sozialstation.

Pfarrbüro, Sozialstation, Büro des SpDi,
Freizeit- und Bildungseinrichtung
des Arbeitskreis Behinderte an der Christuskirche

2012 – 2015 | Karl-Friedrichstraße 27–31
Emmendingen

Das Ensemble des unter Denkmalschutz stehende bereits 2010 erworbenen Gebäude­s mit stillgelegter Gastronomie, Festsaal und einigen Wohnungen und drei anliegenden Grundstücken wurden umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten unterzogen.

Es entstanden drei Wohngruppen, vier Appartements, eine ärztliche Allgemeinpraxis und ein kleines Ladengeschäft im ehemaligen Restaurant, sowie im ehemaligen historischen Festsaal eine attraktive Gastronomie. Dabei konnte der Charakter des „Dreikönigshauses“ wieder zum Vorschein gebracht werden.

Die zusätzlich erworbenen benachbarten Gebäude und das Hinterhaus bieten die Chance weiteren attraktiven und lebenswerten Wohnraum in bedeutendem Umfang zu realisieren.

10 Wohnungen, 1 Praxis,
1 Laden, 1 Gaststätte

bogenständig projekt

2007/2008 | Hotel Adler-Post
Titisee-Neustadt

Das zentral gelegene, denkmalgeschützte und bauhistorisch wertvolle Gebäude des ehemaligen Traditionshotel „Adler-Post“ prägt das Stadtbild von Titisee-Neustadt im Hochschwarzwald. Die wohnbau bogenständig eG fand das passende Konzept, und setzte das Gebäude behutsam instand. Die Bürger von Titisee-Neustadt unterstützten das Projekt indem sie beispielsweise Genossenschaftsanteile zeichneten.

Heute bietet die ehemalige Posthalterei u. a. betreutes Wohnen für 24 Menschen in zwei Wohngruppen mit Einzelzimmern, Gemeinschaftsräumen, Aufzügen, breiten Türen und Rufeinrichtungen. Die Trägerschaft leigt bei der Caritas.

Durch die zentrale Lage und die ÖPNV-Anbindung direkt neben dem Gebäude ist es den Bewohnern möglich, wichtige Einrichtungen in Neustadt aufzusuchen und am öffentlichen Leben teilzunehmen.

2 Pflegewohngruppen für 24 Menschen,
weitere Wohnungen,
Gewerbe und Büros

bogenständig projekt KFR42+43

2006 | Karl-Friedrichstraße 41+43
Emmendingen

Von der Stadt Emmendingen werden in Verbindung mit einer Kooperationsvereinbarung zwei erheblich sanierungsbedürftige, denkmalgeschützte Gebäude in Innenstadtnähe erworben. Die Sanierung wurde durch die Firma Domiziel GmbH ausgeführt.

Bis zum Herbst 2006 konnten im ersten Haus vier Einzelapartments für Mitarbeiter der Firma Domiziel GmbH und eine große, frei finanzierte Wohnung erstellt werden. In Nr. 43 entstanden vier über das Landeswohnungsbauprogramm geförderte Wohnungen für je ein bis zwei ehemals wohnungslose Menschen. Zwei größere Wohnungen werden von den bisherigen, langjährigen Mietern bewohnt.

Für die ausgewogene Belegung sorgte ein „Runder Tisch“ der Stadt Emmendingen, des Zentrum für Psychiatrie, Caritas, Diakonie, und der Arbeitsgemeinschaft Jugend- und Gefährdetenhilfe AGJ.

11 geförderte Wohnungen

2003 | Adlerstraße 1 (Teileigentum)
Titisee-Neustadt

Kurz nach Gründung der Genossenschaft wurde dieses zentral in ­Neustadt gelegene Gebäude erworben und nach und nach saniert. Es ist das allererste Projekt der wohnbau bogenständig eG überhaput.

Es entstanden 5 Wohneinheiten für Familien und die Geschäftsstelle einer sozial tätigen Institution.

5 Wohnungen für Familien, 1 Büro